|
Erfolg macht SV Urmitz wieder sexy
Handball: Verbandsliga-Meister
ist wieder attraktiver für Zuschauer und neue Spieler
-
Zwei Zugänge stehen schon fest
UVS Rheintal, das war bekanntlich einmal. Während der TV Vallendar,
die eine Hälfte der zweijährigen Handballpartnerschaft, noch mitten
im Aufstiegskampf zur Regionalliga steckt, ist der SV Urmitz schon
aufgestiegen
-
und plant bereits für die Rheinlandliga.
URMITZ. 19 Spiele, 17 Siege, 2 Remis, macht 36:2 Punkte. Das ist die
Bilanz des SV Urmitz in der Handball-Verbandsliga
Ost. Drei Spieltage vor Saisonschluss ist klar: Urmitz stellt sich
kommende Saison als Verbandsliga-Meister
in der Rheinlandliga vor. 2009, als es die UVS Rheintal auf einmal
nicht mehr gab und der TV Vallendar das Oberliga-Spielrecht
erhielt, war das nicht unbedingt abzusehen. Auch, weil nicht alle
ehemaligen Urmitzer dem SVU treu blieben.
"Wir hatten uns zwar intern das Ziel gesetzt, um den Aufstieg
mitzuspielen. Da die Klasse wesentlich stärker als noch im Vorjahr
ist, haben wir diesen Durchmarsch nicht erwartet", sagt SVU-Trainer
Oliver Lepiors. Dass die 17 Siege keine Glückssache waren,
untermauert eine überragende Tordifferenz von 159
-
macht einen Schnitt von mehr als plus acht Treffer pro Spiel. Zum
Vergleich: Der nächstbeste in dieser Wertung, der Tabellendritte TV
Bassenheim, kommt auf eine Differenz von 99.
Deshalb stand vor der Partie am vergangenen Sonntag der direkte
Wiederaufstieg fest, der Tabellenzweite TV Bad Ems II darf nicht
aufsteigen, da deren erste Garde schon in der Rheinlandliga spielt.
Und der direkte Vergleich mit dem zweiten Verfolger TV Bassenheim
fällt für Urmitz positiv aus. Obwohl der SV nach dem 33:33-Remis
vom Sonntag gegen den TV Moselweiß II nun auch Meister ist, "geben
wir weiter Gas, um bis zum Saisonende ungeschlagen zu bleiben", sagt
Lepiors.
Den personellen Aderlass nach der Auflösung 2009
-
die Brüder Hendrik und Eike Höfer wie auch André Albrecht kehrten
nicht zum SVU zurück, Jochen Kölsch spielt nur im zweiten Team
-
nutzte Urmitz, um ein neues Juniorenkonzept zu erstellen
-
nicht gänzlich freiwillig, wie Lepiors zugibt: "Wir haben erst
versucht, Spieler aus den umliegenden Vereinen zu kontaktieren. Da
es auf unserer Ebene unentgeltlicher Sport ist, haben sich alle für
den Verbleib in ihren Teams entschieden. Das Juniorkonzept wird sich
aber in zwei bis drei Jahren durchsetzen."
Aktuell hat der SV Urmitz zwar keine A-Jugend,
investiert deshalb umso mehr in den Unterbau. Talente bei den B-Junioren
gibt es. Die will Lepiors behutsam aufbauen, nach und nach in die
erste Mannschaft integrieren.
Aber: Als neuer Rheinlandligist ist Urmitz deutlich attraktiver für
wechselwillige Kandidaten. Zwei hat sich der SV bereits geschnappt:
Marco Sauer kommt aus Mülheim, Philipp Majewski aus Bendorf. "Wir
sind noch an zwei Rückraumspielern und einem Torwart dran. In den
kommenden Wochen wissen wir mehr. Namen kann ich noch keine nennen",
sagt Lepiors.
Aber: Erfolg finden nicht nur andere Spieler sexy, sondern es
schauen den Urmitzern auch wieder mehr Fans in der Peter-Häring-Halle
zu. Dabei ist dem Trainer nicht entgangen, dass die Besucherzahlen
mindestens auf dem Niveau der UVS-Zeiten
liegen. "Die Zuschauer identifizieren sich mit dieser Mannschaft. Es
sind fast alles Jungs aus Urmitz und Umgebung."
Den Abstieg der zweiten UVS-Truppe
aus der Rheinlandliga mit peinlichen 1:43 Punkten hat der fulminante
SVU-Wiederaufstieg
vergessen lassen. Damit ein ähnliches Debakel nächste Saison nicht
passiert, "wollen wir den Handball in Urmitz forcieren. Wir setzen
alles daran, im kommenden Jahr erfolgreich zu sein". Robert
Eifler
RZ Koblenz & Region vom Dienstag, 16. März 2010
Jaaaa! Die Handballer des SV Urmitz grüßen kommende Saison wieder
aus der Rheinlandliga.
|

