Urmitz.
Auswärts hat der Handball-Rheinlandligist noch keinen
Punkt geholt, zu Hause ist der SVU eine Macht: Gegen den
HSC Schweich setzten sich die Urmitzer mit 27:24 (14:13)
durch – zur Freude der 150 Zuschauer in der
Peter-Häring-Halle.
Nach einer
schnellen 2:0-Führung der Gastgeber glichen die Gäste
nicht nur aus, sondern gingen in Führung. Schon bald
zeigte sich die Ausgeglichenheit der beiden
Mittelfeld-Teams, die sich nichts schenkten. Als die
Gäste nach einer Viertelstunde mit 10:8 führten, sah es
schlecht aus für die Einheimischen. Doch dank des
starken Eike Höfer und des sich immer wieder am Kreis
durchsetzenden Marko Sauer glich Urmitz wieder aus
(10:10 in der 22. Minute). Es blieb weiter hart und
spannend, und Urmitz ging mit einem 14:13 in die Pause.
Im zweiten
Durchgang setzte sich der Gastgeber auf 16.13 ab, doch
die Schweicher kamen wieder zurück und glichen zum 16:16
(37.) aus. Erst als der überragende Eike Höfer zum 20:17
und Marco Sauer durch einen verwandelten Siebenmeter zum
21:17 trafen und die Gastgeber in den folgenden Minuten
bis auf 22:18 und 23:19 davonzogen, nahm ein weiterer
Urmitzer Heimsieg seinen Lauf. Im Glauben an den
sicheren Sieg wurde der SVU aber noch einmal etwas
leichtsinnig. Urmitz agiert plötzlich hektisch und
verlor zahlreiche Bälle an den Gegner. Die Schweicher
kamen bis auf 23:25 heran, was unter anderem auch mit
der Tatsache zusammenhing, dass Urmitz in diesen letzten
Minuten mehrfach in Unterzahl spielen musste.
Das 26:23 durch
Eike Höfer und schließlich der endgültige Sieg durch den
Treffer des agilen Rechtsaußen Frank Hoffend ließ die
heimischen Fans nicht nur aufatmen, sondern veranlasste
sie zu stürmischem Beifall für eine wieder einmal
unbezwingbare Heimmannschaft. „Für die Zuschauer war es
sicher ein spannendes und abwechslungsreiches Spiel, für
mich als Trainer eher nervenaufreibend“, sagte der
Urmitzer Übungsleiter Oliver Lepiors, der lobte: „Wir
haben im Angriff variabel und zumeist mit großartigem
kämpferischen Einsatz agiert. Wenn auch manchmal im
Abschluss nicht immer souverän, so waren die Jungs doch
immer wieder in der Lage, auch ihre spielerische Klasse
zu demonstrieren.“
Urmitz:
Klapthor, Perne, Kuhn (2), Hoffend (3), Sauer (8), Gauß,
Offermann, Begen (4), Majewski, M. Höfer, E. Höfer (10),
Etchemendy, Wolf.