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SV Urmitz spielt ohne Leidenschaft Rheinlandliga Mannschaft von Trainer Oliver Lepiors erhält beim 19:30 in Andernach eine Lehrstunde Andernach. Das hatte sich die HSV Rhein-Nette zum Neujahrsauftakt in der Handball-Rheinlandliga sicher schwerer vorgestellt. Das Derby gegen einen überraschend schwachen, nahezu emotionslosen SV Urmitz gewannen die Vereinigten aus Andernach, Miesenheim und Plaidt fast im Spaziergang mit 30:19 (16:8) und nahmen damit Revanche für das 16:23 in der Hinrunde. Der Urmitzer Trainer Oliver Lepiors machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. „Unser großes Problem ist derzeit die Trainingsteilnahme. Einige Leistungsträger können pro Woche entweder nur einmal oder gar nicht trainieren. Trotzdem sind wir nicht nach Andernach gekommen, um hier so zu verlieren. Die Mannschaft hat heute ohne Leidenschaft gespielt. Das Deckungsverhalten war zunächst noch in Ordnung, doch dann fehlte der Wille, Bälle besonders nach Abprallern wieder zurückzuerobern. Im zweiten Durchgang wollten wir die Partie zwar nochmals spannend machen, doch plätscherte unser Spiel bald wieder wie zuvor dahin. Es war eigentlich ein Spiegelbild unser drei letzten Meisterschaftsspiele“, fasste der enttäuschte Gäste-Coach zusammen. Entsprechend erleichtert war natürlich HSV-Trainer Thomas Heiden: „Meine Mannschaft hat den Ernst der Lage erkannt, hat von Anfang an mit einer starken Defensive klar gemacht, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollte. Am Schluss haben wir die Zügel etwas schleifen lassen, hätten da sogar noch höher gewinnen können.“ Das 1:0 durch Eike Höfer war die erste und einzige Führung der Gäste. In der Folge liefen sie den Gastgebern vom 3:2 an über 7:3 und 12:7 nur noch hinterher, wurden nach dem 16:8 zur Pause bis zum Höchstabstand von 26:14 fast zum Sparringspartner degradiert. Das Debakel vermochte auch die Kurzdeckung von HSV-Spielmacher Jörn Kobusch durch seinen früheren Mitspieler Daniel Etchemendy ab der 40. Minute nicht zu verhindern. Gäste-Keeper Thorsten Perne, der am Schluss noch Schlimmeres für den Aufsteiger verhindern konnte, war zu bedauern. Die Bälle, namentlich die von Rechtsaußen Phillip Schnor (6), Kreisläufer Dirk Mohrs (6), Gegenstoßläufer Peter Bieg (8) und des starken Halbspielers Mario Lischke (5) flogen ihm nur so um die Ohren. Auch Jens Laumann, der gleich zwei Strafwürfe von den SVU-Protagonisten Serdar Begen und Arnoldas Skurdauskas hielt, sowie Nachwuchskeeper Lukas Manke spielten beim Lokalmatador stark. Karg dagegen die Ausbeute der Gäste, die im Vergleich zum Hinspiel weit unter ihren Möglichkeiten blieben. Urmitz: Perne, Klapthor; Kuhn, Hoffend (1), Sauer (4/1), Gauß (3), Offermann, Begen (1/1), E. Höfer (2), Etchemendy (3), Skurdauskas (3), Wolf, Majewski (2). RZ Koblenz und Region vom Montag, 17. Januar 2011 |
