Andernach.
Die Handballer der
HSV Rhein-Nette
haben das
Rheinlandligaderby
gegen den SV Urmitz
mit 27:24 (10:10)
gewonnen, doch der
Sieg ist unter
Vorbehalt zu sehen.
SVU-Trainer Kamel
Fekih ließ nach
Abpfiff einen
Protest in den
Spielbericht
aufnehmen. „Ich
denke, wir wurden in
den entscheidenden
Situationen
benachteiligt“,
begründete er den
Protest. „Wir sind
sehr unzufrieden mit
den
Schiedsrichterleistungen
– nicht nur in
diesem Spiel,
sondern bereits
mehrfach in der
Vergangenheit”, gab
Fekih zu Protokoll.
Auf HSV-Seite sieht
man dem Protest
entspannt entgegen.
„Die Leistung der
Unparteiischen war
gut, die
Entscheidungen waren
absolut
nachvollziehbar und
unser Sieg war
verdient”,
resümierte
HSV-Trainer Thomas
Heiden.
Das
Schiedsrichtergespann
vergab sechs
Strafzeiten auf
Urmitzer Seite
(Anmerkung des
Webmasters: Sieben
Strafzeiten),
zwei für die HSV.
Bei den Siebenmetern
waren es zwei für
den SVU, sieben für
die Gastgeber. „Dies
war der härteren
Gangart in der
Abwehr geschuldet
und in meinen Augen
absolut richtig”,
meinte Heiden. Dass
die Kombinierten aus
Andernach,
Miesenheim und
Plaidt erst in
Halbzeit zwei auf
die Siegerstraße
kamen, lag erneut an
einigen technischen
Fehlern. Die HSV
erspielte sich
bessere
Gelegenheiten,
nutzte diese aber
mehrfach nicht. Der
SVU hatte es
schwerer, zu den
Toren zu kommen, und
hatte in Keeper
Thorsten Perne
seinen besten Mann.
So verlief die erste
Hälfte recht
ausgeglichen. Mit
10:10 ging es in die
Kabinen.
„Wir wussten, wenn
wir die vermeidbaren
Fehler abstellen,
würden wir
gewinnen”, sagte
Heiden. Und so kam
es auch. Die
Gastgeber waren in
den entscheidenden
Momenten souveräner
und übernahmen in
der 36. Minute
erstmals die Führung
– 15:14. Danach
gerieten sie nicht
wieder in Rückstand,
konnten die Führung
sogar zeitweise bis
auf drei Treffer
ausbauen.
Zwei Minuten vor dem
Ende, beim Stand von
26:24, hatte der SVU
nochmals die
Gelegenheit,
heranzukommen. Doch
Christian Offermann
scheiterte bei einem
Gegenstoß an Jens
Laumann im HSV-Tor.
Im Gegenzug erzielte
Jan Seibel mit
seinem vierten
Treffer die
Entscheidung.
„Wir haben gut
gearbeitet und
gekämpft. In der
Mannschaft steckt
mehr, als es der
Tabellenplatz
aussagt. In der
zweiten Hälfte
wurden wir in einer
offenen Partie
benachteiligt und um
den Sieg gebracht”,
bilanzierte Fekih.
HSV-Trainer Thomas
Heiden sah es
anders: „Wir haben
in der Deckung gut
gestanden und uns
den Sieg absolut
verdient, nachdem
wir die Fehler
reduziert haben.”lkl
Rhein-Nette:
Skerlak, Laumann;
Seibel (4), Lenz
(2), Rieck (2),
Schnor, Bieg (1),
Gärtner (2), Kobusch
(10/5), Brenner,
Mohrs (4), Lischke
(2).
Urmitz: Perne,
A. Hoffend; Nauroth
(3), Gauß , Kuhn
(2), E. Höfer (7/1),
M. Höfer, Etchemendy
(1), Offermann (6),
Skurdauskas, F.
Hoffend (3), Ihrlich
(2).